Photovoltaiknetzwerk Neckar-Alb

Mit regionalen Netzwerken mehr Sonnenenergie im Südwesten ernten!

Zusammen mit den benachbarten Energieagenturen in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen hat die Energieagentur Zollernalb mit der Unterstützung des Landes Baden-Württemberg ein Netzwerk zur Stärkung und Belebung des Photovoltaikzubaus in der Region gegründet. Dazu motiviert und unterstützt das Netzwerk Bürgerinnen und Bürger, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen bei der Überwindung von Barrieren beim Thema Photovoltaik. Photovoltaikinteressierte und Betreiber können sich direkt an das Netzwerk wenden, zudem werden gezielte Informationsveranstaltungen angeboten.

Informationsdefizite abbauen
Die Netzwerke sollen unter Einbezug wichtiger Multiplikatoren die Installation von Dachanlagen und die Errichtung von Solarparks in den Regionen vorantreiben. Heute sind etwa 5-10 % der Photovoltaikpotenziale in Kernstädten in Baden- Württemberg ausgeschöpft. In ländlichen Regionen liegt der Ausschöpfungsgrad bei ca. 16-22 %.

Dabei sind die Bedingungen für Anlageneigentümer gut: Die Kosten für Solaranlagen sind rasant gesunken, Photovoltaikstrom vom Dach kostet nur noch 6 bis 11 Cent pro Kilowattstunde. Sogar, wer seinen Solarstrom vollständig in das Stromnetz einspeist, macht Gewinn. Und wer ihn teilweise selbst verbraucht, erhöht den Gewinn entsprechend.

Auch große Photovoltaikanlagen auf Freiflächen werden trotz der sehr guten solaren Einstrahlungswerte und der guten wirtschaftlichen Aussichten in Baden-Württemberg in zu geringer Anzahl errichtet, um den Photovoltaikanteil im Stromnetz auf das gewünschte Niveau zu heben.

Wesentliche Gründe für den schwächelnden Ausbau sind Informationsdefizite und der organisatorische Aufwand für die Interessenten. Mit der Netzwerkförderung will die Landesregierung die relevanten Akteure dabei unterstützen, diese Hürden zu überwinden.

Zur Unterstützung des Photovoltaik-Ausbaus werden die wichtigen Multiplikatoren einbezogen – auf der Anbieterseite ebenso wie auf der Nachfrageseite.

Netzwerke als Teil der Solaroffensive
Die Netzwerke sind Teil der Solaroffensive der Landesregierung, mit der die Potenziale der Photovoltaik und der Solarthermie noch besser ausschöpft werden sollen. Neben der Netzwerkförderung umfasst die Solaroffensive weitere sieben Maßnahmen, unter anderem die beiden Förderprogramme zu Solarstromspeichern und solaren Wärmenetzen, die Etablierung von Mieterstrommodellen sowie der Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Dächern und Flächen. Ziel ist es, den Solarstromanteil von 8 auf 12 Prozent im Jahr 2020 zu steigern und die Nutzung der Solarwärme signifikant zu erhöhen.

Drei PV-Rechner ermitteln das Potential:

Wirtschaftlicher Rahmen
Mit dem Wirtschaftlichkeitsrechner der Energieagentur NRW können Sie überprüfen, ob sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Gebäude, nach Wunsch auch inklusive Batteriespeichersystem, lohnt. Sie erhalten eine grobe Abschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für die Planung eine erste Orientierung gibt.

Solarstrom- mit oder ohne Batteriespeicher
Mit dem Solarrechner der Verbraucherzentrale NRW können Sie überschlägig abschätzen, wie viel Solarstrom aus Ihrer Photovoltaikanlage – mit oder ohne Batteriespeicher – im Haushalt und mit einem E-Auto genutzt werden kann.

Autarkie und Eigenverbrauch
Sie wollen wissen welchen Beitrag ein PV-Speichersystem zur Stromversorgung Ihres Hauses leisten kann? Mit dem Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin können Sie Ihren Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil je nach Größe des PV-Speichersystems abschätzen.

Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“
Um einen Anreiz für den Bau von zusätzlichen Photovoltaik-Anlagen zu schaffen und um die Belastung der Verteilnetze zu senken, werden mit dem baden-württembergischen Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ stationäre, netzdienliche Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage gefördert.

Photovoltaik und Batteriespeicher – Technologie, Integration, Wirtschaftlichkeit
Mit Sonne Strom erzeugen – dafür entscheiden sich immer mehr Menschen in Deutschland. Die Zahl der Solaranlagen auf Dächern oder freier Fläche steigt nach wie vor. Ende 2016 waren in Deutschland etwa 1,5 Millionen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 41 Gigawatt installiert. Immer mehr Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber gehen jedoch noch einen Schritt weiter: Die erzeugte Energie wird nicht mehr nur ins Netz eingespeist, sondern für den Eigenverbrauch gespeichert. Solarstromspeicher machen dies möglich.

Wie Solarstromspeicher ausgelegt werden sollten, welche Speichertypen und -systeme es gibt und wie diese gefördert werden, erfahren Sie in der Broschüre „Photovoltaik und Batteriespeicher – Technologie, Integration, Wirtschaftlichkeit. In fünf Kapiteln werden zunächst die Steigerung des Eigenverbrauchs erläutert, die Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgestellt und die verschiedenen Speichertechnologien erklärt. Die technische Integration der Speicher sowie die Fördermöglichkeiten bei Neuinstallation oder Nachrüstung ergänzen den Inhalt.


Veranstaltungshinweis:
Am Dienstag, den 30. Oktober 2018 wird ein Workshop über „Betreibermodelle von Photovoltaikanlagen“ angeboten. Zielgruppe sind Kommunen, Energieversorger und Bürgerenergiegenossenschaften. Der Workshop findet in der Technologiewerkstatt Albstadt von 14:00 Uhr-17:30 Uhr statt. Referent ist Herr Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Eine Anmeldung bei der Energieagentur Zollernalb ist erforderlich, die Veranstaltung ist kostenfrei.


Das Projekt ist finanziell gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Im Video zur "Auftaktveranstaltung Photovoltaik-Netzwerk Neckar-Alb" erläutern die Projektverantwortlichen in einem kurzen Beitrag die wesentlichen Inhalte des Netzwerkes.

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