Frist läuft ab: Im Jahr 2010 ausgestellte Energieausweise werden ungültig

Bei Mieterwechsel in Gebäuden ist gültiger Energieausweis erforderlich.

In diesem Jahr werden Energieausweise für Wohngebäude mit dem Ausstellungsdatum 2010 ungültig. Hauseigentümer sollten daher prüfen, ob sie 2020 einen neuen Ausweis für ihr Gebäude ausstellen lassen müssen.

Werden Häuser neu vermietet, verkauft oder verpachtet, benötigen sie einen Energieausweis. Dieser ist zehn Jahre gültig. Wer sein Gebäude selbst bewohnt, braucht keinen Ausweis.

Den neuen Miet- und Kaufinteressenten muss der Ausweis bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden. Auch in den viel gelesenen Immobilienanzeigen ist ein Teil der Kenndaten aus dem Energieausweis Pflicht.

Gebäudeenergieberater und andere Fachleute können den Energieausweis, von dem es zwei Arten gibt, ausstellen. Für Käufer und Mieter von Ein- oder Zweifamilienhäusern lohnt sich der Bedarfsausweis: Er macht den energetischen Zustand des Gebäudes transparent und weist so auf Kostenfallen hin. Der Verbrauchsausweis dagegen zeigt, wie stark die Vornutzer die Heizung aufgedreht haben. Das Verbrauchsprofil ist für die nachfolgenden Bewohner jedoch nicht immer aussagekräftig. Bei Mehrfamilienhäusern mit zahlreichen Wohnungen ist das anders. Ein Durchschnitt mehrerer Verbräuche sagt mehr aus, daher werden hier eher Verbrauchsausweise eingesetzt.

Nur für wenige Fälle ist ein bestimmter Ausweis vorgeschrieben. Ansonsten herrscht Wahlfreiheit. Eigentümer von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten können zwischen beiden Ausweisarten wählen. Das gilt auch für Häuser mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag nach November 1977 eingereicht wurde. Nur Gebäude unter fünf Wohneinheiten und einem Baujahr vor November 1977 dürfen ausschließlich mit einem Bedarfsausweis beworben werden. Erfüllt das Gebäude durch spätere Sanierungen das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung von 1977, kann jedoch auch ein Verbrauchsausweis beantragt werden.

Ausstellungsberechtigte sind laut EnEV unter anderem Architekten und Ingenieure mit Hochschulstudium sowie Handwerker mit spezieller Zusatzqualifikation. Gebäudeenergieberater können ebenfalls Energieausweise ausstellen. Sie benötigen dafür beispielsweise den Eintrag in die dena-Expertenliste.

Aussteller von Energieausweisen im Zollernalbkreis

Die Energieagentur Zollernalb empfiehlt für kleine Wohnhäuser den Bedarfsausweis: Nur er weist auf energetische Schwachstellen und nötige Sanierungsmaßnahmen hin. Außerdem warnen die Experten vor Billigangeboten im Internet. Die Fehlerhäufigkeit bei ihnen ist hoch. Daher sollten Hauseigentümer von diesen Angeboten absehen, zumal sie für die Fehler rechtlich verantwortlich sind.

Quelle: Zukunft-Altbau

Informationen und Tipps für Vermieter:

www.swrfernsehen.de/landesschau-bw/Landesschau-Baden-Wuerttemberg-vom-26,av-o1177159-100.html (Minute 13 bis 17)

www.swrfernsehen.de/marktcheck/Die-wichtigsten-Tipps-fuer-Vermieter,vermieten-100.html

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