Energiedialog on tour

Am 18. Oktober 2019 organisierte das Forum Energiedialog Baden-Württemberg gemeinsam mit der Energieagentur Zollernalb den „Energiedialog on tour“. Auf einer ganztägigen Exkursionsfahrt wurden zwei der modernsten erneuerbaren Energieanlagen des Landes besichtigt: der Windpark Goldboden-Winterbach mit einer Nabenhöhe von 164 Meter (Gesamthöhe ca. 240 Meter), sowie der Solarpark in Granheim mit über 11 Hektar Fläche und 10 Megawatt Nennleistung. Eingeladen waren BürgermeisterInnen, Kreis-, Gemeinde- und OrtschaftsrätInnen des Zollernalbkreises.

Begrüßt wurden die TeilnehmerInnen am Landratsamt in Balingen durch Willi Griesser, Geschäftsführer der Energieagentur Zollernalb. Während der anschließenden Busfahrt zur ersten Station, dem Windpark Winterbach-Goldboden, führte Dr. Gerd Rosenkranz (Agora Energiewende) die TeilnehmerInnen mit einen ersten Impulsvortrag in das Thema Stand der Energiewende und die Rolle des ländlichen Raumes ein. Er machte deutlich, dass es nicht mehr um die Frage des Ob, sondern nur noch um das Wie geht. Alle aktuellen Szenarien fordern einen massiven Ausbau der kostengünstigsten erneuerbaren Energien, nämlich der Windenergie on- und offshore, sowie der Freiflächen-Photovoltaik. Er appelliert an die Entscheidungsträger, sich dem Thema erneuerbare Energien nicht zu verschließen, sondern proaktiv nach guten Lösungen vor Ort zu suchen. Matthias Schlagenhauf von der Energieagentur Zollernalb und Dr. Peter Seiffert vom Regionalverband Neckar-Alb ergänzten, dass der Ausbau der Erneuerbaren in Region und Landkreis durchaus noch Potenzial habe.

Das Forum Energiedialog Baden-Württemberg (FED) unterstützt und begleitet Kommunen im Zusammenhang mit Diskussionen um Anlagen der Energiewende. Mittels allparteilicher Information und Moderation will das FED Städte und Gemeinden bei einer sachlichen Meinungs- und Entscheidungsfindung unterstützen. Der Energiedialog on tour ist ein neues Format, dass erstmals in Kooperation mit der Energieagentur Zollernalb durchgeführt wurde. Es ging darum den Exkursionsteilnehmern ein ganzheitliches Bild zu vermitteln und sowohl Potenziale wie auch mögliche Belastungen erneuerbarer Energieanlagen zu reflektieren. Deshalb trafen die TeilnehmerInnen vor Ort neben den Betreibern der Anlagen, auch lokale Politiker, Betroffene und Kritiker.

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