Die wichtigsten Heiztipps für den Winter

Mit geringen Kosten komfortabel durch die kalte Jahreszeit.

Knapp 60 Prozent der Nebenkosten entfallen bei einem Durchschnittshaushalt auf die Heizenergie. Manchmal ist das Heizverhalten der Verbraucher die Ursache für hohe Heizkosten. 19 bis 20 Grad Celsius beträgt während der Heizperiode die optimale Innentemperatur in häufig genutzten Wohnräumen. Viele heizen jedoch auf 23 bis 24 Grad auf. Das erhöht die Heizkosten um 24 Prozent - sechs Prozent pro Grad lautet die Faustregel. Gut gedämmte Wohnungen müssen zudem weniger warm sein, um sich genauso behaglich zu fühlen: Liegt die Temperatur der Außenwand höher, reicht eine niedrigere Raumtemperatur.

Wo wie stark und wann heizen?
Um 20 Grad zu erreichen, muss das Thermostatventil auf Stufe drei eingestellt werden. Ein weitverbreiteter Irrglaube: Viele Verbraucher drehen das Thermostat auf Stufe vier oder fünf, damit die Räume schneller warm werden. Die Stufen beeinflussen jedoch nicht die Aufwärmgeschwindigkeit, sondern nur die Temperatur, bis zu der ein Heizkörper einen Raum weiter aufheizt. Stufe fünf erwärmt einen Raum auf 28 Grad. Räume im Winter auf solch hochsommerliche Temperaturen aufzuheizen, ist unnötig, erhöht die Energiekosten und schadet dem Klima.

Die weiteren Räume wie Schlafzimmer, Flur und Küche benötigen 16 bis 18 Grad - hier reicht Stufe 2 des Thermostats. Nachts ist in den Wohnräumen 15 bis 16 Grad die richtige Zimmertemperatur. Die Heizung sollte deshalb circa eine Stunde vor dem Zubettgehen auf Stufe eins bis zwei heruntergedreht werden. Wer zu diesem Zweck die Zeitschaltuhr am Heizungsregler im Keller nutzt, hat es besonders bequem: Dort kann man für die Nachtstunden entweder eine niedrigere Raumtemperatur einstellen oder die Vorlauftemperatur um etwa 15 Grad absenken.

Morgens sollte die Heizungsanlage eine Stunde vor dem Aufstehen der Bewohner anspringen, damit es dann in der Wohnung bereits warm ist. Beim Verlassen der Wohnung oder während eines Urlaubs sollten die Bewohner die Heizung ebenfalls herunterregeln. Auch hier reichen 15 bis 16 Grad Raumtemperatur aus.

Um die Heizwärme im Raum zu halten, hilft es, Türen zwischen wärmeren und kühleren Räumen geschlossen zu halten und die Rollos nachts herunter zu lassen. Auch eine regelmäßige Entlüftung der Heizkörper kann den Aufwärmeffekt optimieren. Die Wärme kann sich außerdem nur gleichmäßig und effizient im Raum verteilen, wenn die Heizkörper frei stehen und nicht durch Schränke, Sessel oder Betten zugestellt sind.

Optimaler Luftaustausch durch richtiges Lüften
Effizientes Lüften senkt die Heizkosten ebenfalls nachhaltig. Fachleute empfehlen dabei mehrmaliges Querlüften am Tag, vor allem durch gegenüberliegende Fenster. Das ermöglicht den schnellen Austausch der verbrauchten, feuchten Luft durch sauerstoffreiche und trockene Luft. In der Regel reicht bereits ein fünfminütiger Durchzug, am besten morgens, mittags und abends. Entsteht beim Kochen und Duschen besonders viel Feuchtigkeit in Küche und Bad, die Zimmertür zu schließen und kurz mit vollständig geöffneten Fenstern zu lüften. Ansonsten gelangt zu viel Feuchtigkeit in die anderen Teile der Wohnung und muss wieder herausgelüftet werden.

Luftdichte Fenster erfordern ein häufigeres Durchlüften. Von längerem Kippen der Fenster raten Experten ab. Der Sauerstoffaustausch dauert beim Kippen besonders lange. Zusätzlich kühlen die Wände aus und müssen anschließend mit einem hohen Energieaufwand wieder aufgewärmt werden. Das wiederum erhöht die Heizkosten.

Ein fachmännischer Heizungscheck lohnt sich
Wer trotz der Tipps zu hohe Heizkosten hat, dem empfiehlt sich ein Heizungscheck. Dabei wird die Heizungspumpe überprüft und bei Bedarf erneuert sowie ein hydraulischer Abgleich der Anlage und eine Optimierung der Heizungsregelung durchgeführt. Die preiswerten Maßnahmen amortisieren sich meist nach einem oder zwei Jahren und verringern die Heizkosten um bis zu 10 Prozent. Hauseigentümer sollten sich dazu bei der Energieagentur Zollernalb oder der Verbraucherzentrale erkundigen.

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Quelle: Zukunft-Altbau

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